Frundsbergübung 2026: 7 realitätsnahe Einsatzlagen
Am Samstag, den 3. Oktober 2026, stand für die Feuerwehr Schwaz ein besonderer und intensiver Ausbildungstag auf dem Programm. Im Rahmen der Frundsbergübung 2026 stellten sich rund 70 aktive Kameradinnen und Kameraden von 08:00 bis 16:00 Uhr insgesamt sieben anspruchsvollen Übungslagen. Ziel des Übungstages war es, unterschiedlichste Einsatzsituationen möglichst realitätsnah abzubilden, die vorhandenen Einsatzmittel und Gerätschaften gezielt einzusetzen und vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr sowie mit den beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen zu trainieren.
Sieben Übungen – unterschiedlichste Herausforderungen
Bereits am Vormittag warteten mehrere anspruchsvolle Aufgaben auf die Mannschaft. Die Einsatzkräfte mussten unter anderem einen Fahrzeugbrand nach einem Verkehrsunfall bewältigen und bei einer weiteren Übung eine bewusstlose Person aus rund fünf Metern Höhe aus einem Heukran in einem Heustadel retten.
Auch ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten und verletzten Personen stand auf dem Übungsplan. Weitere Übungslagen waren ein CO-Austritt in einer Wohnung, ein Arbeitsunfall auf einer Baustelle sowie ein Stromunfall.
Jede dieser Aufgaben stellte die Mannschaft vor andere Herausforderungen und erforderte eine angepasste taktische Vorgehensweise.















Der richtige Umgang mit Einsatzmitteln und Gerätschaften
Für die übende Mannschaft stand neben der Abarbeitung der jeweiligen Einsatzlage vor allem der richtige Einsatz der zur Verfügung stehenden Einsatzmittel im Mittelpunkt. Die Einsatzkräfte mussten die erforderlichen Gerätschaften situationsgerecht auswählen, sicher einsetzen und dabei auch auf ein korrektes und effizientes Handling achten.
Gerade im Einsatzfall muss jeder Handgriff sitzen. Der Übungstag bot daher die Möglichkeit, vorhandene Kenntnisse zu festigen, unterschiedliche Geräte praktisch anzuwenden und die Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Einsatzgruppen weiter zu verbessern.
Taktik, Führung und Zusammenarbeit
Eine besondere Herausforderung stellte der Übungstag auch für die Einsatzleiter und Gruppenkommandanten dar. Ihr Ziel war es, die unterschiedlichen Übungsannahmen richtig zu erfassen und taktisch einzuordnen, die Einsatzstelle zu strukturieren und zu koordinieren sowie klare und verständliche Anweisungen an die Mannschaft zu geben.
Gleichzeitig galt es, die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen zu stärken. Unterschiedliche Organisationen bringen naturgemäß auch unterschiedliche Arbeitsweisen und taktische Zugänge mit. Gerade deshalb war es wichtig, gegenseitiges Verständnis aufzubringen, die jeweiligen Kompetenzen zu berücksichtigen und die vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu verbinden.
Letztendlich verfolgten alle Beteiligten dasselbe Ziel: Die jeweilige Einsatzlage gemeinsam, professionell und möglichst schnell abzuarbeiten, um effizient helfen zu können.








Spektakuläre Abschlussübung am Inn
Den Höhepunkt des Übungstages bildete die große Abschlussübung im Bereich der Barbarabrücke.
Angenommen wurde ein PKW, der in den Inn gestürzt war. Zwei Personen wurden dabei aus dem Fahrzeug geschleudert und fielen in den Inn. Für die Einsatzkräfte galt es, gleichzeitig mehrere Aufgaben zu bewältigen.
Die Suche nach den vermissten Personen erfolgte unter Einbindung eines Hubschraubers, der Rettungsschwimmer, eines Feuerwehrbootes sowie eines Jetskis. Parallel dazu musste das verunfallte Fahrzeug gesichert und anschließend aus dem Inn geborgen werden.
Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer nutzten die Gelegenheit, die Abschlussübung von einem sicheren Bereich aus zu verfolgen. Die große Zahl an Interessierten zeigte einmal mehr das Interesse der Bevölkerung an der Arbeit der Einsatzorganisationen.
Die Abschlussübung machte eindrucksvoll sichtbar, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen und eine funktionierende Kommunikation zwischen den einzelnen Einsatzorganisationen bei komplexen Einsatzlagen sind.


















Starke Zusammenarbeit der Hilfs- und Rettungsorganisationen
Ein wesentlicher Bestandteil der Frundsbergübung war die Zusammenarbeit mit den beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen. Neben der Feuerwehr Schwaz waren auch das Rote Kreuz Schwaz, die Bergrettung Schwaz-Umgebung, die Wasserrettung Schwaz-Achensee sowie die Stadtpolizei Schwaz in die verschiedenen Übungen eingebunden.
Gerade bei Einsätzen, bei denen mehrere Organisationen gleichzeitig gefordert sind, kommt es auf klare Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und ein gemeinsames Verständnis der Einsatzabläufe an. Die Frundsbergübung bot eine hervorragende Möglichkeit, die Zusammenarbeit unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und Verständnis für die jeweiligen Aufgaben und Arbeitsweisen zu entwickeln.
13 Laiendarsteller sorgten für realistische Einsatzbilder
Für einen möglichst realitätsnahen Übungsablauf sorgten auch 13 Laiendarsteller, die bei den verschiedenen Übungen als Verletzte und Betroffene eingesetzt wurden.
Damit die Verletzungsbilder möglichst authentisch dargestellt werden konnten, wurden die Darsteller von Mitgliedern der Feuerwehr professionell geschminkt. Dadurch entstand für die eingesetzten Kräfte eine deutlich realistischere Einsatzsituation – ein wichtiger Faktor, um auch unter Stress und Zeitdruck möglichst einsatznahe Abläufe trainieren zu können.











Beobachtet, bewertet und gemeinsam aufgearbeitet
Sämtliche Übungen wurden von Beobachtern begleitet, beurteilt und bewertet. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die taktische Vorgehensweise, die Kommunikation, der Einsatz der Gerätschaften, die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft sowie das Zusammenspiel mit den beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen.
Nach jeder Übung wurde eine ausführliche Nachbesprechung durchgeführt. Die Abläufe wurden gemeinsam analysiert, positive Aspekte hervorgehoben und mögliche Verbesserungspotenziale besprochen.
Besonders wertvoll waren dabei die Rückmeldungen und fachlichen Inputs von Landesfeuerwehrinspektor a. D. Alfons Gruber, der die Übungen begleitete und den Verantwortlichen sowie der Mannschaft wichtige Anregungen für die weitere Ausbildung mit auf den Weg gab.







Viele Stunden Vorbereitung für einen erfolgreichen Übungstag
Hinter einem solchen Übungstag steckt bereits im Vorfeld enorm viel Arbeit. Die einzelnen Aufgabenstellungen müssen ausgearbeitet, Übungsobjekte vorbereitet, Darsteller organisiert, Einsatzlagen geplant und zahlreiche organisatorische Details abgestimmt werden.
Ein besonderer Dank gilt daher den Übungsvorbereitern Hannes Unterlechner, Werner Speckbacher, Matthias Streiter, die mit viel Zeit, Engagement und persönlichem Einsatz für die Vorbereitung und Durchführung der Frundsbergübung verantwortlich waren.
Doch nicht nur jene, die unmittelbar an der Planung beteiligt waren, tragen zum Gelingen eines solchen Tages bei. Im Hintergrund waren zahlreiche stille Helferinnen und Helfer im Einsatz.
So sorgte beispielsweise die Kantinenmannschaft den gesamten Tag über für das leibliche Wohl der Einsatzmannschaften. Das Team der Öffentlichkeitsarbeit des BFV Schwaz, Marcel Kammerlander und Marcel Kreidl leisteten wertvolle Arbeit und hielten die verschiedenen Übungen und besonderen Momente in zahlreichen Bildern fest.
Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes sowie der Stadtwerke Schwaz für die Unterstützung bei der Durchführung der Übungen. Ein besonderer Dank gilt der Fa. Wucher Helikopter mit Pilot Matthias und Flughelfer Stefan sowie der Fa. Alpinbau Pedevilla GmbH, der Fa. Walter Mauracher Kranarbeiten und der Fa. Karl Hamberger Hausmeisterservice für die großzügige und unkomplizierte Unterstützung. Alle genannten Gönner und Förderer haben einen wesentlichen Anteil am Gelingen dieses Übungstages.








Ein Tag voller Eindrücke und Erkenntnisse
Die Frundsbergübung 2026 war ein intensiver und abwechslungsreicher Ausbildungstag, der nicht nur zahlreiche anspruchsvolle Einsatzbilder bot, sondern vor allem eines deutlich machte: Gute Zusammenarbeit, regelmäßiges Training und eine fundierte Vorbereitung sind die Grundlage für erfolgreiche Einsätze.
Die sieben Übungen ermöglichten es den Einsatzkräften, unterschiedlichste Situationen zu trainieren, Erfahrungen zu sammeln und bestehende Abläufe weiter zu verbessern. Gleichzeitig konnten die beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen ihre Zusammenarbeit vertiefen und wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewinnen.
Ein besonderer Dank gilt daher allen beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen, den 13 Laiendarstellern, den Beobachtern, den Übungsvorbereitern, den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, der Stadtwerke Schwaz, der Kantinenmannschaft, dem Team ÖA des BFV Schwaz, sowie allen Gönnern und Förderern sowie der gesamten mitwirkenden Mannschaft.
Nicht zuletzt bedanken wir uns bei den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern, die insbesondere bei der Abschlussübung an der Barbarabrücke dabei waren und damit ihr Interesse an der Arbeit der Einsatzorganisationen bekundet haben.





Fotos: M.Kamerlander, M. Kreidl, C.Medwed, FF Schwaz


