Am Vormittag des 03.06.2026 wurde das Schwere Rüstfahrzeug (SRF) zur Unterstützung nach Münster alarmiert. Grund war, dass auf einem Bauernhof eine Kuh in die Jauchegrube eines Wirtschaftsgebäudes gestürzt war und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte.
Nach einer ersten Lageerkundung wurde gemeinsam mit den Einsatzkräften vor Ort die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Unter ständiger Überwachung durch einen Tierarzt wurde das Tier gesichert und anschließend mithilfe der am Kran des SRF aufgebauten Seilwinde behutsam aus der Grube gehoben.
Dank der ruhigen und professionellen Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte konnte die Bergung rasch und möglichst stressfrei für das Tier durchgeführt werden.
Einmal mehr zeigte sich bei diesem Einsatz, wie wertvoll Kräne mit integrierten Seilwinden im Feuerwehrdienst sind. Gerade bei technischen Einsätzen und Tierrettungen ermöglichen sie ein sicheres und kontrolliertes Arbeiten auch unter schwierigen Bedingungen.
Der Feuerwehr Münster gilt ein besonderer Dank für die sehr kameradschaftliche und vor allem professionelle Zusammenarbeit während des gesamten Einsatzes.
https://www.ff-schwaz.at/wp-content/uploads/2026/06/IMG_7464.jpeg12001600Michael Fickhttps://www.ff-schwaz.at/wp-content/uploads/2024/11/ff-schwaz-logo-2024.pngMichael Fick2026-06-03 17:47:282026-06-03 17:47:41Tierbergung aus Jauchegrube
Am 29. Mai 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiesing um 12:07 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand Bahndamm“ alarmiert. Aufgrund mehrerer eingehender Notrufe erhöhte die Leitstelle Tirol die Alarmstufe vorsorglich auf Sirenenalarm.
Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Nach dem Auffinden der Brandstelle stellte sich heraus, dass das Feuer bereits eine Fläche von rund 150 m² erfasst hatte und sich weiter auszubreiten drohte. Der Einsatzleiter forderte daher weitere Feuerwehren zur Unterstützung an. Neben den Feuerwehren Jenbach, Eben am Achensee, Schwaz mit dem Abrollbehälter Tank 7000 und Münster rückte durch die Sirenenalarmierung der Feuerwehr Jenbach auch die Betriebsfeuerwehr Innio Jenbacher aus.
Die Löschwasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Mit den Tanklöschfahrzeugen konnte das Wasser zunächst bis auf etwa 300 Meter an die Einsatzstelle transportiert werden. Anschließend mussten entlang der Achenseebahntrasse Schlauchleitungen verlegt werden. Zur Versorgung der Tanklöschfahrzeuge wurde eine rund 300 Meter lange Zubringerleitung von einem Löschwasserbehälter aufgebaut. Da dessen Kapazität nicht ausreichte, errichtete die Feuerwehr Schwaz einen zusätzlichen Pufferspeicher mittels Abrollbehälter Tank 7000, der durch Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr mit Wasser versorgt wurde.
Zusätzlich konnte ein entlang der Achenseebahn vorhandener Löschwasserbehälter genutzt werden, von dem aus eine weitere Löschleitung zur Brandstelle gelegt wurde. Insgesamt wurden rund 900 Meter Schlauchleitungen aufgebaut.
Durch das koordinierte Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte gelang es schließlich, den Brand einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nach rund drei Stunden intensiver Löscharbeiten konnte „Brand aus“ gemeldet werden.
Glimmbrand im Rofangebirge
Am selben Tag wurde die Freiwillige Feuerwehr Eben am Achensee um 14:22 Uhr zu einem Glimmbrand im Rofangebirge alarmiert. Nach Rücksprache mit dem Melder konnte die Brandstelle rasch lokalisiert werden. Da eine Zufahrt mit Fahrzeugen nicht möglich war, wurden Feuerwehrkräfte gemeinsam mit der Bergrettung Maurach mittels Rofanseilbahn in das Einsatzgebiet transportiert. Dabei führten die Einsatzkräfte notwendiges Material wie Löschrucksäcke, Schanzwerkzeug und Motorsägen mit.
Nach einem etwa 20-minütigen Fußmarsch erreichten die ersten Kräfte die Einsatzstelle und begannen mit den Löschmaßnahmen. Vor Ort zeigte sich jedoch, dass sich der Brand auf eine größere Fläche ausgedehnt hatte als zunächst angenommen. Das Feuer hatte sich bereits tief in den Waldboden und das Unterholz gefressen. Zudem stand nur eine begrenzte Wasserversorgung über eine rund zehn Gehminuten entfernte Viehtränke zur Verfügung.
Aufgrund der schwierigen Bedingungen wurden die Libelle Tirol sowie die Feuerwehr Schwaz mit dem Abrollbehälter FLIEGE nachalarmiert. Der Polizeihubschrauber unterstützte die Löscharbeiten mit insgesamt fünf Wassertransporten. Gemeinsam mit den umfangreichen Handarbeiten der Einsatzkräfte am Boden konnte der Brand auf rund 1.700 Metern Seehöhe nach etwa zwei Stunden erfolgreich gelöscht werden.
Da zeitgleich ein weiterer Waldbrandeinsatz in Waidring zu bewältigen war, wurde die Libelle Tirol unmittelbar nach dem letzten Wasserabwurf zu diesem Einsatz weiterverlegt. Die eingesetzten Kräfte traten anschließend den Rückweg ins Tal zu Fuß an.
Fazit
Beide Einsätze verdeutlichten die Herausforderungen bei Vegetations- und Waldbränden in schwer zugänglichem Gelände. Während beim Bahndammbrand in Wiesing insbesondere die Löschwasserversorgung und die lange Wegstrecke zur Brandstelle im Fokus standen, erschwerten beim Glimmbrand im Rofangebirge die alpine Lage und die eingeschränkte Erreichbarkeit die Löscharbeiten. Durch das rasche und koordinierte Zusammenwirken mehrerer Feuerwehren, der Bergrettung sowie der Unterstützung aus der Luft konnten beide Brände erfolgreich bekämpft und größere Schäden verhindert werden.
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